Wie funktioniert die Mietkaution Rückzahlung?

Die Mietkaution ist auf einem Sparkonto oder einer anderen Anlage hinterlegt und soll nun dem Mieter wieder ausgezahlt werden – dies ist häufig der Fall, wenn der Mieter umzieht und in eine neue Immobilie einzieht. Für das neue Mietverhältnis wird eine Kaution benötigt und die bisherige Kaution soll ausgezahlt bzw. rückgezahlt werden – also dem Mieter wieder zurück gegeben werden.

Die Rückzahlung kann in der Regel erst dann erfolgen, wenn der Mieter aus der Immobilie ausgezogen ist und keine Kosten mehr auf den Mieter in Form von Reparaturzahlungen oder aber in Form einer Nebenkostenabrechnung zukommen können. Dann weißt der Mieter den Vermieter an, die Kaution wieder freizugeben, worauf dieser die Kautionssumme auf ein angegebenes Konto zurückzahlt.

Wann kann eine Mietkaution zurückgezahlt werden?

Eine Mietkaution kann dann zurück gezahlt werden, wenn kein Mietverhältnis mehr besteht – dieses also abgeschlossen wurde in Form einer Wohnungsübergabe bzw. Hausübergabe. Werden bei dieser keine Mängel festgestellt und die Nebenkosten (Wasser, Gas, Heizöl, Wärme, Müll) wurden abgerechnet, so ist es möglich dass der Vermieter dem Mieter die Kautionssumme zurück überweist.  Es ist ebenfalls möglich, dass der Vermieter einen Anteil der Kaution bspw. für die Nebenkosten zurück behält, den Großteil der Kaution jedoch bereits auszahlt. Wurde die Nebenkostenabrechnung abgeschlossen, kann eine endgültige Abrechnung stattfinden.

Wohin wird die Rückzahlung zurück überwiesen?

Nachdem gewährleistet wurde, dass der Vermieter dem Mieter die Kautionssumme vom Mietkautionskonto zurück zahlen kann, fragt dieser Ihn nach einer Kontoverbindung oder aber erhält diese vom Mieter mit der Aufforderung die Kaution auf das angegebene Konto zu überweisen. Dies ist dann in der Regel ein Girokonto oder Verrechnungskonto.

Was passiert, wenn die Mietkaution nicht zurück gezahlt wird?

Der Mieter hat nach Auszug ein Recht darauf, die Kaution wieder zurück zu zahlen – der Vermieter verwaltet diese nur treuhänderisch. Er ist somit verpflichtet die Kaution nach Beendigung des Mietverhältnisses zurück zu zahlen. Passiert dies nicht, so kann der Mieter den Vermieter anmahnen, die Kaution zu überweisen – ggf. wurde es auch nur schlicht vergessen. Passiert aufgrund der Mahnung keine Veränderung, so wird ein Rechtsstreit eine Klärung bringen – wobei laut Mietrecht kein Zweifel besteht, wie die Rechtslage lautet. Der Vermieter hat die Möglichkeit einen Teil der Kautionssumme zurück zu halten, bis die kompletten Nebenkosten abgerechnet werden  also zyklische Zahlungen, welche zum Zeitpunkt des Auszugs noch nicht berechnen werden können. Bei einer Mietbürgschaft geht es um die Bürgschaftsurkunde, welche der Vermieter dem Mieter zurück geben muss.