Neben dem klassischen Mietkautionskonto gibt es ebenfalls die Möglichkeit eine Kaution in Gold zu hinterlegen. Das Wertmetall ist seit Jahrhunderten wertbeständig und es gibt viele Fans, welche in Edelmetallen eine Absicherung suchen, welche langfristig Sicherheit vor Inflation und Währungsschwankungen gibt. Mit Gold ist es möglich eine Mietkaution einzurichten, indem ein Mietkautionsdepot eingerichtet wird.

Innerhalb vom Depot werden Fondsanteile verpfändet, in diesem Fall also Fondsanteile für Goldfonds, die Verpfändungserklärung wird anschließend vom Mieter an den Vermieter übergeben. Eine Übersicht von verschiedenen Mietkautionsdepots, also Depots welche sich für die Kaution eignen, gibt es bspw. hier:

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Goldfonds nur in bestimmten Kautionsdepots möglich

Nicht alle Mietkautionsdepots unterstützen es Fonds auszuwählen, um eine Mietkaution in Gold anzulegen. So gibt es bspw. Managed Depots, wie das Growney Depot – welches es zwar sehr einfach machen die Kaution in Fondsanteile anzulegen, die jeweiligen Fonds können jedoch nicht individuell bestimmt werden.

Hingegen glänzen das DWS oder das FFB Depot damit, dass man als Anleger selber frei aus hunderten Fonds auswählen kann – hierbei jedoch ebenfalls die Verantwortung trägt die Kosten und Konditionen der jeweiligen Fonds selber zu recherchieren. Wer sich mit Gold-Fonds auseinander setzt, wird eher auf ein Depot zurück greifen, welches die Verwaltung der jeweiligen Anlage selber steuern lässt.

Physisches Gold vs. Goldanteile

Wenn von Gold als Anlage und Investition gesprochen wird, so gilt hierbei zu beachten, dass es unterschiedliche Arten von Goldinvestments gibt. Kauft man bspw. ein Goldstück, so gilt es dieses an einem sicheren Ort wie bspw. einem Tresor oder in einem Bankschließfach zu verwahren. Gleichzeitig ist dies auch eine Herausforderungen wenn es um eine Verpfändung an eine dritte Person wie bspw. an den Vermieter geht.

Hat der Vermieter das Gold in seiner Verwahrung, so gibt es wenige Möglichkeiten diese Verwahrung zu überprüfen oder einen Verkauf zu unterbinden. Werden hingegen Anteile an Gold bspw. in Form eines ETC oder in Form von Zertifikaten erworben, so gibt es die Möglichkeit diese in einem Bankdepot zu hinterlegen und dieses Depot zu verpfänden.

Für die Mietkaution eignet sich daher ein Depot eher, als die direkte Verwahrung von physischem Gold. Neben diesen Möglichkeiten gibt es ebenso Sonderformen, bspw. Goldfonds, welche es tatsächlich ermöglichen das Gold in physischer Form zu erhalten.

Gold vs. andere Rohstoffe

Neben Gold ist es natürlich ebenso möglich andere Rohstoffe in Form von Fondsanteilen zu kaufen und das Mietkautionsdepot zu verpfänden. Die meisten Depotanbieter, welche ein Mietkautionsdepot anbieten erfordern hierzu eine Legitimierung durch Mieter als auch Vermieter.

Hierfür kann ein Post-Ident oder Video-Ident Verwahren genutzt werden. Wichtig hierbei ist jedoch, dass sich der Vermieter auch auf die Verpfändung von der Kautionssumme auch in anderen Anlageformen als dem klassischen Mietkautionskonto einlässt. Viele Vermieter bevorzugen ein Kautionskonto, welches bspw. auch einfach online in Form des DKB Vermieterpaketes angelegt werden kann, oder aber auch eine Kautionsversicherung, bei der der Mieter die Kaution nicht in voller Höhe hinterlegen muss und diese bspw. alternativ investieren kann.

Fazit zur Gold-Mietkaution

Sicherlich ist die Anlage von Gold als Mietkaution eher speziell und entspricht nicht dem Standard. Wer als Mieter und Vermieter darauf vertraut, dass der Goldpreis stabil bleibt oder zumindest nicht weniger wird, der mag mit so einer Kaution goldrichtig liegen.

Gleichzeitig sollte man jedoch auch den notwendigen Aufwand nicht verachten, sich mit dem Thema Goldfonds auseinander zu setzen. Passende Mietkaution Depots gibt es dafür.


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Autor: Mietkaution Redaktion

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