Es gibt unterschiedliche Arten von Mietbürgschaften, welche wir hier erläutern werden. Mietbürgschaften können dafür genutzt werden eine Mietkautin zu leisten, ohne die eigentliche Kautionssumme zu hinterlegen.

Was ist eine Mietbürgschaft?

Eine Mietbürgschaft ist eine Möglichkeit die Kaution für eine Immobilie zu hinterlegen. Hierbei wird nicht wie in anderen Kautionsformen ein Betrag für die Kaution hinterlegt, sondern eine dritte Partei bürgt für die eigentliche Kautionssumme und zahlt diese im Schadensfall an den geschädigten Vermieter.

Bankbürgschaft

Eine der ältesten Formen der Bürgschaft stellt die Bankbürgschaft dar, auch Bankaval oder Mietaval genannt. Im Grunde genommen wird dies wie ein Avalkredit bei den Banken geführt. Eine Summe von ca. 3-5% wird hier durch den Kreditnehmer pro Jahr gezahlt, sodass nicht die volle Kautionssumme hinterlegt werden muss.

Mietkautionsbürgschaft

Bei einer Mietkautionsbürgschaft wird ebenfalls keine Kautionssumme hinterlegt, sondern stattdessen eine Versicherung abgeschlossen, welche für die Kaution bürgt. Im Gegenzug, dass hierfür keine Liqidität eingebüßt werden muss, zahlt der Mieter eine monatliche Gebühr (in der Regel 4% – 6%) welche sich an der Kautionshöhe ausrichtet.

Private Mietbürgschaft

Neben den zwei kostenpflichtigen Bürgschaften mit Institutionen im Hintergrund gibt es ebenfalls die Möglichkeit eine Mietbürgschaft über eine dritte Person mit hoher Bonität und Solvenz zu realisieren. Eine kostenlose Vorlage für private Mietbürgschaften können Sie hier herunterladen:

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Welche Anbieter gibt es für Mietbürgschaften?

Der Markt für Mietkautionsbürgschaften hat 2001 begonnen, als es eine Novelle im Mietrecht gab und andere Formen, neben dem klassischen Mietkautionskonto erlaubt wurden. Zu diesem Zeitpunkt gab es gerade einmal 2 Anbieter, mittlerweile gibt es ca. 8-10 verschiedene Marken (kautionsfrei, Deutsche Kautionskasse, …), welche sich auf ca. 5-6 Anbieter aufteilen. Die Versicherung, welche das Geschäft absichert ist häufig die R+V Versicherung, es gibt jedoch auch andere Versicherung, welche dies ermöglichen. Eine Übersicht der jeweiligen Anbieter mit Ihrem Konditionen können Sie hier in tabellarischer Form sehen:

Anbieter%BonitätsauskunftVersicherungAuszahlung an Vermieter auf erste Anforderung
kautionsfrei5,25InfoscoreR+V Allgemeine Versicherung AGNein
Deutsche Kautionskasse4,7SchufaAllianz Versicherungs AGJa
Eurokaution4,7SchufaR+V Allgemeine Versicherung AG / Builder Direct S.A.Ja
Norisbank Kautionsbürgschaft (Whitelabel DKK)5SchufaAllianz Versicherungs AGJa
Basler Mietkaution4,7InfoscoreBasler Sachversicherungs-AGJa
Kautel4,7InfoscoreR+V Allgemeine Versicherung AGNein
Kautionsfuchs4,5InfoscoreWürttembergische Versicherungs AGJa
meineMietkaution3,99InfoscoreBasler Sachversicherungs-AGJa
Allianz (Whitelabel DKK)4,7SchufaAllianz Versicherungs AGJa

Was kostet eine Mietbürgschaft?

Eine Mietbürgschaft wird auf Basis der Kautionssumme berechnet. Je nachdem wie hoch die Kaution ist, wird daran die Bürgschaftssumme berechnet. In der Regel, je nach Anbieter werden pro Jahr 4-7% der Kautionssumme berechnet. Ein Beispiel:

Kautionsfrei, ein Anbieter nimmt bei einer Kautionssumme von 2.500€ eine Summe von 131,25€.

  • Bei einer jährlichen Zahlweise sind es 5,25 % der Bürgschaftssumme
  • Bei einer monatlichen Zahlweise werden 6,10 % der Bürgschaftssumme berechnet

Ihre individuelles Angebot können Sie unverbindlich in dem praktischen und einfachen Kautionsbürgschaftsrechner berechnen:

Wie schnell kann man eine Mietbürgschaft erhalten?

Das Ausstellen einer Mietbürgschaft ist im Vergleich zu einem Kautionskonto relativ schnell. Dies ist insbesondere auch ein Vorteil, welcher häufig bei den Anbietern beworben wird. Als Mieter kann der komplette Prozess online abgewickelt werden, vom Antrag, über das Herunterladen der Bürgschaftsurkunde. Dies dauert in der Regel 1-3 Werktage, abhängig davon ob und bei welchem Anbieter die Bonität eines Mieters geprüft wird.

Was sollte man bei Abschluss einer Mietbürgschaft beachten?

Der wesentliche Faktor bei einer Mietbürgschaft ist der prozentuale Anteil, welchen man als Mieter bezahlt. Dadurch ergibt sich, wie teuer eine Mietbürgschaft über den Laufe der Zeit wird. Zusätzlich gibt es noch Anbieter, welche eine Abschlussgebühr erheben – die meisten Anbieter haben diese jedoch in den letzten Jahren abgeschafft. Zu guter Letzt gibt es je nach Anbieter Zugaben, wie bspw. einen Gutschein für ein Umzugsunternehmen, einen Gutschein für einen Baumarkt oder aber die Versicherung ist erweitert auf andere Lebenslagen wie bspw. eine Berufsunfähigkeitsversicherung.

Wie funktioniert die Kündigung bei einer Mietbürgschaft?

Die Laufzeit der Mietbürgschaften ist relativ kurz im Vergleich zu anderen Versicherungen, da ein Mietverhältnis auch relativ kurzfristig beendet werden kann. Mietbürgschaften werden auch gerne als „Zwischenlösung“ genutzt, bspw. wenn eine alte Kaution noch nicht ausgelöst wurde, jedoch für eine neue Immobilie bereits wieder eine Kaution benötigt wird. So wird die Mietbürgschaft als Interimslösung genutzt, bis die alte Kaution wieder für Liquidität sorgt um für die neue Immobilie genutzt werden so können.

Wird eine Mietbürgschaft von jedem Vermieter akzeptiert?

Die Form der Mietbürgschaft gibt es erst seit 2001 – viele Vermieter kennen diese Form der Kaution noch nicht und sind manchmal auch skeptisch. Hierfür gibt es jedoch keinen Grund, die Mietbürgschaft ist genauso sicher wie jede andere Form der Kautionshinterlegung und dazu auch noch komfortabel – da online einfach abschließbar.

Welche Alternativen gibt es zur Mietbürgschaft?

Neben einer Mietbürgschaft als Kautionsbürgschaft kann man auch eine Bankbürgschaft nutzen, oder aber alternative Arten der Kaution, bei welchen der Kautionsbetrag hinterlegt wird. Hierbei ist es bspw. möglich auch eine Kautionshinterlegung in mehreren Raten zu hinterlegen, ab Mietbeginn – der Vermieter hinterlegte dann die Kaution, bspw. auf einem Kautionskonto des Vermieterpaketes.

Möchte man als Mieter die Mietkaution mit einer höheren Rendite anlegen, so lohnt es sich zu dem Thema Mietkautionsdepot zu informieren.

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