Die Mietkaution anzulegen ist ein Thema, welches sowie Vermieter als auch Mieter angeht. Umso interessanter, welche Möglichkeiten es hierfür gitb und worauf man achten sollte.

Welche Möglichkeiten gibt es eine Mietkaution anzulegen?

Mietkaution AnlegenDas Anlegen der Mietkaution beschäftigt laut statistischen Bundesamt 56,8% Menschen in Deutschland, da diese zur Miete wohnen und eine Kaution in den meisten Mietverhältnissen vorhanden ist. Die maximale Höhe von 3 Monatskaltmieten ist bei den jetzigen Mietpreisen nicht unerheblich, hat man bspw. 1.000€ Kaltmiete pro Monat, so benötigt man in diesem Fall bis zu 3.000€ Kaution – welche bei Mietbeginn vorhanden sein müssen. 3.000€ sind eine Summe, welche man über eine durchschnittliche Mietlaufzeit von 5-10 Jahren schlechter oder besser verzinsen lassen kann – je nach Anlage. Das Bedürfnis, dieses Kapital möglichst gewinnbringend einzusetzen, rührt wohl auch daher, weil es eine Art stille Reserve ist, oder auch totes Kapital – als Mieter kann man nichts damit machen, der Vermieter darf nur in Ausnahmefällen damit etwas machen. Welche Arten der Anlage gibt es also?

  • Das klassische Mietkautionskonto
  • Ein Tagesgeldkonto
  • Ein Mietkautionsdepot
  • Ein Bausparvertrag, welcher als Mietkaution genutzt wird
  • Gold
  • Digitale Währungen wie bspw. Bitcoin
  • Eine Mietbürgschaft in welcher Kosten entstehen, welche man ggf. durch eine höher verzinste Anlage ausgleichen kann

Wie hoch ist die zu erwartende Rendite bei der Anlage?

Es gibt je nach Anlage eine unterschiedliche Rendite. Hierbei ist die Rendite orientiert am Risiko – je höher das Risiko, desto höher die Rendite. In der Regel kann man auf einem Sparkonto 0,1% Zinsen, da in der Niedrigzinsphase 2019 die Zinsen ein historischen Tief erreicht haben. Neben dieser Anlage gibt es ebenfalls die Möglichkeit ein Mietkautionsdepot einzurichten, hierbei orientiert sich die Rendite anhand der Fonds, welche im Depot gehalten werden. Ein durchschnittlicher Rentenfonds erzielt 4% Rendite, ein breit gestreuter Welt ETF Fonds hat in den letzten Jahren im Durchschnitt 8% Renidte erzielt.

Mein Vermieter hat die Mietkaution angelegt, wie hoch ist diese verzinst?

Laut Mietrecht ist der Vermieter dazu verpflichtet die Kaution gemäß der aktuellen Zinslage, aber nicht schlechter verzinst anzulegen. Somit ist diese derzeit mit der Niedrigzinsphase relativ schlecht verzinst. Man kann sich jedoch an den Zinsen der Vergangenheit orientieren, wenn es rückwirkend berechnet werden soll. Nutzen Sie den Mietkautionsrechner um aktuelle Zinsen zu berechnen:

Wie risikoreich ist eine Mietkaution Anlage?

Je nach Anlage kann eine Mietkaution risikoreicher – oder aber risikoärmer angelegt werden – dies liegt im Ermessen des Anlegers. Ein Beispiel hierfür ist das klassische Mietkautionskonto. Dieses birgt wenig Risiko, hierfür gibt es jedoch auch wenig Zinsen und somit auch keine hohe Rendite. Entscheidet man sich für ein Mietkautionsdepot, so ist eine höhere Rendite möglich, je nach Fonds im Depot. Eine Möglichkeit besteh ebenfalls darin eine Mietkautionsversicherung abzuschließen, monatlich 3-5% der Kautionssumme an eine Versicherung zu zahlen und die Kaution anderweitig anzulegen.

Gibt es Alternativen zum Anlegen der Mietkaution?

Neben dem klassichen Mietkautionskonto kann man seine Kaution ebenfalls in alternative Anlagen hinterlegen. Bspw. ein Bausparvertrag, Ein Depot oder aber auch in Gold oder Kryptowährungen – sofern dies vom Vermieter akzeptiert wird. Gold ist bspw. ebenfalls über ein Kautionsdepot abbildbar.