Eine häufige Frage bei der Mietkaution ist immer wieder die Rendite, welche im Laufe der Zeit durch die Kapitalanlage erwirtschaftet wird. Nicht zuletzt geht es in den meisten Mietsituationen um eine Summe von 2-3 Nettokaltmieten, also einer stattlichen Summe Geld, welche im Laufe der Jahre ggf. auch einen Zinseszinseffekt haben erzielen können.

Man möchte also die Zinsen berechnen, welche auf das hinterlegte Geld gezahlt wurde. Dies kann aus unterschiedlichen Gründen passiert. Bspw. wenn man als Mieter die Kaution zurück gezahlt bekommen hat und berechnen möchte, ob die Zinsen tatsächlich der ausgezahlten Summe entsprechen. Oder aber man vergleicht als Mieter verschiedene Mietkautionsarten und möchte hierbei eine möglichst hohe Rendite erzielen. Hierbei wäre ein Vergleich der angelegten Summe mit verschiedenen Zinssätzen sicherlich interessant. Der Zinsrechner kann also relativ einfach genutzt werden.

Wie funktioniert die Zinsberechnung bei einer Mietkaution?

Man gibt die Summe der Kaution ein, außerdem den Zinssatz zu dem Zeitpunkt der Miete und dann den Zeitraum wie lange dieser Zinssatz gültig war und das Mietverhältnis bestanden hat. Dies wiederholt man für jeden Zeitraum mit dem jeweiligen Zinssatz (wenn sich dieser nicht häufig innerhalb der Mietszeit geändert hat, umso besser und einfacher) und erhält somit die genauen Zinsen berechnet.

Zinseszins Effekt bei der Mietkaution

Zinseszins Effekt bei der Mietkaution

Der Einfachheit halber kann man auch einen Zinssatz der Anfangszeit verwenden, ohne eine Veränderung der Zinssätze in Betracht zu ziehen – dies ist jedoch wesentlich ungenauer. Eine interessante Frage, welche sich mit dem Zinsrechner gleich anschließt sind dann die historischen Zinssätze zum Zeitpunkt der Mietdauer. Also für die jeweiligen Jahre der Leitzins, an welchem sich die historischen Zinsen für das Mietkautionskonto orientieren.

Hier erhalten Sie ebenfalls eine historische Übersicht der Zinsen, welche durch die EZB in den letzten Jahren als Leitzins an die Banken vergeben wurde. Diese dienen in dem Fall als Hilfestellung und Orientierung, wenn die eigentlichen Zinsen der Bank nicht mehr verfügbar sind.

Individuelle Zinsen berechnen




Mit einem Zinsrechner ist es relativ einfach und man kann schnell berechnen wie hoch die Zinsen bei einem Mietkautionskonto, nach der Auflösung gewesen sind. Möchte man in Zukunft als Mieter oder Vermieter vermeiden die Zinsen manuell zu berechnen, so kann man dies über ein DKB Mietkautionskonto automatisch berechnen und auszahlen lassen.

Warum sind die Summen nach langer Mietdauer so viel höher?

Der Zins, welche auf die hinterlegte Kaution gezahlt wird oder wurde (derzeit gibt es so gut wie keine Zinsen mehr) summiert sich über die Jahre aufgrund des Zinseszinseffektes. So werden die ersten Zinsen nach einem Jahr gut geschrieben, anschließend im darauffolgenden Jahr die Mietkautionssumme inklusive der Zinsen des ersten Jahres für die Zinsberechnung genutzt usw. für jedes darauf folgende Jahr. Hat man nun also in einer Mietwohnung gewohnt und am Anfang zum Einzug lediglich eine geringe Kaution einbezahlt, so kann sich über die Länge der Mietdauer diese Summe verdoppelt oder verdreifacht haben, je nachdem zu welchem Zeitpunkt man eingezogen ist. Diese Zeiten der hohen Zinsen sind leider vorbei, derzeit erhält man lediglich noch bei einem Mietkautionsdepot hohe Renditen auf die hinterlegte Mietkaution.

Besteht ein Zinsnachweisungspflicht nach Mietende?

Ein Thema, um welches häufiger in Mietsituationen gestritten wird, sind die Zinsnachweisungen und der letztendliche Auszahlungsbetrag der Mietkaution. So erhält der Vermieter, sofern dieser die Mietkaution angelegt hat, eine Zinsinformation, entweder lediglich in Form einer Nachricht der Bank, oder aber als Zinsausweisung und Gutschrift für die treuhändisch hinterlegte Kaution. Der Vermieter tut gut daran, diese Information aufzuheben und zu speichern, sodass dies nach Mietende als Beleg für eine korrekt berechnete und ausgezahlte Mietkaution genutzt werden kann. Hat der Mieter die Kaution selber angelegt und an den Vermieter verpfändet, wie dies bspw. bei einem Depot der Fall ist, so besteht auch kein Zinsnachweis für den Vermieter - die Rendite wird dem Mieter sofort gut geschrieben.

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